- Das Wichtigste zu Cannabis und ADHS im Überblick
- Warum kann Cannabis bzw. CBD als Medikament geeignet sein?
- Über die Wirkung von Cannabis
- Die Studienlage zu Cannabis und ADHS
- CBD bei ADHS: Erfahrungen und Fallberichte
- Forschung zu Nebenwirkungen von Cannabis bei ADHS als Risikofaktor für Suchtentwicklung
- Kostenübernahme der Krankenkasse für medizinisches Cannabis
- FAQ: Häufige Fragen zum Thema Cannabis bei ADHS
Während CBD zum Beispiel bei einigen Personen den Schlaf fördert, wirkt es bei anderen wachmachend. Wichtig ist, dass die Wirkung – wie auch bei anderen Medikamenten – nicht bei jedem Patienten gleich ist.
Zudem ist zu berücksichtigen, dass sich freiverkäufliche CBD-Produkte in ihrem Wirkstoffgehalt von rezeptpflichtigen CBD-Arzneien deutlich unterscheiden. CBD-Medikamente auf Rezept weisen einen wesentlich höheren Wirkstoffgehalt auf als die handelsüblichen Angebote. Letztere sind daher auch als Nahrungsergänzungsmittel klassifiziert, nicht als verschreibungspflichtige Medikamente.
Zusammengefasst: CBD kann ich hochdosierter Form eine positive medizinische Wirkung haben. In geringerer Dosierung stellt es eher ein Lifestyle-Produkt bzw. ein Nahrungsergänzungsmittel dar. Als niedrige Dosis gilt dabei bis zu ein Milligramm CBD pro Kilogramm Körpergewicht. Um eine medizinische Wirksamkeit bei schweren Erkrankungen zu erzielen, sind CBD-Medikamente bzw. medizinisches Cannabis oder cannabishaltige Medikamente mit hohem Wirkstoffgehalt erforderlich.
Neben der Frage nach der Wirksamkeit zur Symptom-Behandlung von ADHS, lassen sich auch Forschungsarbeiten finden, die die Thematik aus einer anderen Warte heraus beleuchten.
Diese sehen ADHS als potenziellen Risikofaktor für die Entwicklung einer Drogenabhängigkeit. Der Verein ADHS Deutschland e.V. beschreibt, dass mehr als 50 Prozent aller Männer und Frauen mit ADHS ein Suchtproblem haben und dass 30 bis 50 Prozent aller Patienten in Suchtkliniken unerkannte ADHS-Patienten sind. Allerdings sei auch bekannt, dass die frühe Behandlung des ADHS das Suchtrisiko deutlich vermindere. Gleichzeitig gilt, dass Menschen mit ADHS oftmals extreme Verhaltensweisen entwickeln, kein Maß finden und daher vieles zur Sucht verwandeln können, das kann ebenso übermäßiger Sport oder eine Arbeitssucht sein.